Die Ortsgeschichte und die Pfarreigeschichte
Die kirchlichen Verhältnisse Brettens sind nach der offiziellen Einführung der Reformation in der Kurpfalz im Jahre 1556 vor allem geprägt durch die reformierte Tradition. Nach 1685 sind in der Kurpfalz drei christliche Konfessionen staatlich anerkannt. Die lutherische Gemeinde errichtete die Kreuzkirche. Die aus dem 14. Jh. stammende Stadtkirche wurde durch eine Mauer geteilt: die reformierte Gemeinde erhielt das Langschiff zugewiesen, die zahlenmäßig kleine katholische Gemeinde (1705: 133 Seelen, d.e. 12,7%) bekam den Chor. Das Kirchlein wurde jedoch bald zu eng (1805: 120 Familien, d.e. 22,7%) und deshalb an gleicher Stelle durch einen größeren Kirchenbau ersetzt, der allerdings zu Beginn des 20. Jh. den räumlichen Anforderungen auch nicht mehr genügte. Der katholische Stiftungsrat erwarb im Jahre 1910 in hervorragender Lage einen Bauplatz für ein katholisches Zentrum. Der Erste Weltkrieg, Inflation und Weltwirtschaftskrise verhinderten zunächst die Verwirklichung der Kirchenbaupläne.
Baugeschichte von St. Laurentius

Quelle: Quelle: privat
Nach Maßgabe des Bauedikts, vom 26. April 1808, obliegt die Baupflicht zur Kirche der Pfälzer Katholischen Kirchenschaffnei Heidelberg. Für die nicht notwendigen Einbauteile hat das örtliche Kirchenvermögen und in Ermangelung eines solchen, die Kirchengemeinde Bretten aufzukommen.
| 1936 | September: Die Pfarrgemeinde gibt ihre Kirche an die evangelische Kirchengemeinde ab. 14. Dezember: Erster Spatenstich für die neue Kirche wird getan |
| 1937 | 7. März Grundsteinlegung 7. Juni Richtfest 15. August Glockenweihe der vier Bronzeglocken |
| 1938 | Einweihung der Kirche am 15. Mai |
| 1941 | Glocken des Kirchturmes werden zu Kriegszwecken entfernt. |
| 1947 | Ein neuer Hochaltar erhält Einzug in der Kirche |
| 1951 | Zwei neue Bronzeglocken werden geweiht. |
| 1965 | Am 31. Januar wird die Orgel mit 37 Registern geweiht. |
| 1972 | Zahlreiche Renovierungsmaßnahmen werden in Angriff genommen. Darunter auch der Einbau einer Warmluftheizung, eine neue Lautsprecheranlage, Doppelverglasung der Fenster, neuer Anstrich der Wände und eine Erneuerung der Eingangsstufen zur Kirche. Außerdem wird wieder ein neuer Hochaltar eingebaut, der den alten überflüssig macht. |
| 1973 | Meditationskreuz aus Bronze wird über dem Altar aufgehängt. Außerdem werden Tabernakel und Ambo in der Kirche eingeführt. Zahlreiche restaurierte Figuren aus der alten Kirche werden in der neuen Kirche wieder aufgestellt. |
| 1976 | Außenrennovation der Kirche mit Anstrich der Wände und einer neu vergoldeten Kirchturmspitze. Außerdem Erneuerung des Kirchplatzes. In diesem Jahr wird auch ein historisches Wegkreuz aufgestellt. |
| 1985 | Sanierungsmaßnahmen: Wärmedämmung an der Decke, Hängeleuchten und Strahler, Läuteanlage. |
| 1986 | Sakristeierweiterung |
| 1987 | Innenrennovation: Gipser- und Malerarbeiten, neues Gestühl aus Eichenholz, Umgestaltung des Eingangbereichs und neue Windfangtüren, Sanierung der Seitenaltarbereiche, Beschallungsanlage. Künstlerische Ausgestaltung des Kircheninnenraums. |
| 1992 | Erneuerung der Heizungsanlage, Kaminsanierung. Installation zur Fernsehübertragung der Gottesdienste ins katholische Altenpflegeheim. |
| 1996/1998 | Ausmalung der Apsis im Chorraum der Kirche. |









