Pastoralkonzeption

Pastoralkonzeption der Kirchengemeinde Bretten-Walzbachtal
(mit Beschluss des Pfarrgemeinderates vom 15. Mai 2018)
 
 
Sechs Themenfelder mit Zielen und konkreten Maßnahmen stehen im Fokus der nächsten 2-3 Jahre:
 

Kinder und Eltern

Beschreibung des Themas:
In unserer säkularen Gesellschaft ist es nicht einfach, sein Kind im Glauben zu erziehen. Grundlagen und Glaubenswissen sind oft nicht mehr selbstverständlich. Eltern brauchen in der Glaubenserziehung Hilfestellung und Unterstützung. Vor der Tauffeier findet ein Taufelternabend als Katechese statt. Die Geburt des Kindes stellt eine Lebenswende dar und lässt viele Eltern offen werden für Spiritualität und Fragen des Glaubens. An dieser Stelle sehen wir eine Chance, jungen Eltern Orientierung im Glauben anzubieten und Kontakte untereinander und zur Kirche zu ermöglichen.
 
Ziele:
1. Eltern sind über Angebote der Kirchengemeinde für Familien informiert und fühlen sich eingeladen.
2. Familien lernen einander kennen und treffen sich: Krabbelgruppen, Familienkreise, Kindergottesdienste,…
3. Eltern finden Angebote zur Klärung eigener Glaubensfragen und erfahren Hilfestellung bei der Glaubenserziehung.
 
Maßnahmen:
1. Bis 2019 Erstellung eines Newsletters über Familienangebote (einschließlich der Ansprechpersonen), die im Pfarrblatt als Familienseite gekennzeichnet ist. Diese kann abonniert und an Familien und Kindergärten per Mail verschickt werden. Zielgruppen hierfür sind Taufeltern, Kindergarteneltern, Kommunioneltern. Die Verteilung erfolgt über Email, Pfarrblatt, Homepage, Schaukasten Pfarrei, Kindergärten (zuständig: Pfarrbüro Bretten-Land)
2. Taufelterntreffen bis Ende 2018, dann einmal jährlich als Initiative zur Gründung von Familienkreisen, mit Kennenlernen eines Elements aus Kindergottesdiensten und Beisammensein. (zuständig: Taufteam in Kooperation mit KiGo-Teams und Familienkreisen)
3. Junge Eltern werden bei Taufelterntreffen über die Angebote der Erwachsenenbildung informiert. (zuständig: Taufteam) 3
 

Jugendliche

Beschreibung des Themas:
Unsere Jugendlichen, die sich in vielen Gruppen engagieren, bilden einen wichtigen Bestandteil der Kirchengemeinde. Um sie in ihrer Arbeit zu unterstützen, ihre Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und Experimentierräume zu eröffnen, halten wir folgende Ziele fest:
 
Ziele:
1. In der Kirchengemeinde wird bis Ende 2020 die Position unserer Jugendlichen gestärkt.
2. Für die Jugendarbeit gibt es eine Ansprechperson aus jedem Gemeindeteam.
3. In jedem Bereich wird ein Raum zur Selbstverwaltung durch die Jugendlichen eingerichtet.
4. Die Vernetzung unter den Jugendgruppen wird weiter ausgebaut.
5. Die Jugendlichen fühlen sich angesprochen, wahrgenommen und wertgeschätzt.
 
Maßnahmen:
1. Die Arbeit in der Jugendleiterrunde (JLR) wird weiter intensiviert. Es wird eine Liste der Ansprechpersonen aus Jugend und Gemeindeteams erstellt. Einmal jährlich werden alle Ansprechpersonen in die JLR eingeladen (zuständig: Reiner Debatin)
2. Es finden jährliche Treffen aller Ministranten in der Kirchengemeinde zur Gemeinschaftspflege statt. Es werden gemeinsame Freizeitangebote gemacht. Die Ministranten eines Bereichs, die für ein Angebot besondere Qualifikationen, Möglichkeiten und Organisatoren haben, erstellen das Angebot für alle Ministranten der Kirchengemeinde. Sie werden von einer Person aus dem Seelsorgeteam unterstützt.
3. Es gibt ein Angebot im Jahr für alle Jugendlichen in der Kirchengemeinde, nicht nur für die aus den Jugendgruppen, z.B. Taizéfahrt oder (spirituelles) Wochenende. (zuständig: Claudia Zerbian)
4. In mindestens zweijährigem Zeitabstand wird ein Konzert oder eine andere Attraktion für alle Jugendlichen in der Kirchengemeinde angeboten. (zuständig: JLR)
5. In der Gebäudenutzungskonzeption wird der jeweilige Bedarf für die Jugendgruppen berücksichtigt. Der Stiftungsrat ist für die Umsetzung verantwortlich.
 

Erwachsenenbildung

Beschreibung des Themas:
Die Erwachsenen stellen zahlenmäßig die größte Gruppe in der Kirchengemeinde BrettenWalzbachtal dar. Über die Bildungswerke, die Frauengemeinschaften, das Kolpingwerk und weitere Angebote im Dekanat und der Diözese gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich im Glauben weiterzubilden.
 
Ziele:
1. Wir geben den Erwachsenen die Möglichkeit, ihren Glauben (neu) zu entdecken, zu reflektieren und weiter zu entwickeln.
2. Die bereits bestehenden Angebote in der Erwachsenenbildung werden miteinander vernetzt.
3. Im Jahr 2018 findet die Planung und Durchführung eines Glaubenskurses statt.
4. Alle zwei Jahre werden alle Mitglieder der Kirchengemeinde zu einem Austausch über Glaubensfragen eingeladen.
 
Maßnahmen:
 
1. Eine Arbeitsgruppe (Frau Meininger-Knecht, Frau Wolf und Herr Ament,…) bildet sich.
2. Zur Vernetzung der bestehenden Bildungsangebote (z.B. Thomasgespräche, Frauenfrühstück, Frauenzeit, örtliche Bildungswerke, Ökumenekreis Bretten, Ökumene-Forum, Förderverein für caritativ-diakonische Dienste Walzbachtal) findet 2019 ein Treffen der Verantwortlichen statt. (zuständig: Arbeitsgruppe)
3. Angebote werden zusammengetragen, Infomaterial wird erstellt, Vernetzung mit dem Ausschuss ÖA.
4. Information über Bildungsangebote der gesamten Kirchengemeinde z.B. Presse, Pfarrbrief, Homepage (zuständig: Arbeitsgruppe und Verantwortliche der Bildungsangebote) 5. Starten von regelmäßigen Glaubenskursen in 2018 (zuständig: Seelsorgeteam)
6. Organisieren einer Veranstaltung im zweijährigen Rhythmus. In diesem Rahmen findet ein Austausch zu glaubensspezifischen Themen mit Glaubenszeugen statt, die dazu eingeladen werden, z.B. Ordensleute, Missionare etc. (zuständig: Seelsorgeteam)
 

Besuchsdienste

Beschreibung des Themas:
Ein wichtiger caritativer Aufgabenbereich ist es, zu Menschen den Kontakt zu halten oder ihn herzustellen, vor allem wenn sie in Lebenslagen sind, in denen sie eine besondere Belastung oder eine gesundheitliche Herausforderung erleben. In schweren Zeiten, in Krankheit und Leid, aber auch an persönlichen Festen wollen wir Anteil nehmen an ihrem Leben. In der Kirchengemeinde Bretten-Walzbachtal gibt es bereits verschiedene Besuchsdienste: Zu Geburtstagen, Jubiläen, bei Krankheit und in Pflegeheimen nehmen wir Kontakt zu den Menschen in unserer Kirchengemeinde auf. Seit der Gründung der Kirchengemeinde Bretten-Walzbachtal gibt es noch keine einheitlichen Regelungen für die Besuchsdienste und über die Kontaktaufnahme zu Neuzugezogenen. Auch ein Umzug in eine andere Gemeinde zeigt eine erhebliche Veränderung im Leben an, bei der Menschen sich neu orientieren müssen und niemanden oder nur wenige kennen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Besuchsdienste brauchen Wertschätzung, sind noch nicht vernetzt und haben bisher nicht überall Gelegenheit, sich auszutauschen.
 
Ziele:
1. Die Besuchsdienste werden, nach Aufgaben getrennt, miteinander vernetzt. Durch jährliche Treffen bekommen die Ehrenamtlichen eine Möglichkeit der Zusammenkunft und des Austauschs. Mit einem inhaltlichen und aufgabenbezogenen „Input“ erfahren sie Fortbildung und Wertschätzung. Bei diesen Treffen wird auch eine Vereinbarung über die grundsätzlichen Strukturen des jeweiligen Dienstes getroffen.
2. Bis Ende 2018 gibt es in jedem Bereich der Kirchengemeinde einen Besuchsdienst für die Neuzugezogenen. Die Gemeindeteams sind für die Gewinnung von Ehrenamtlichen für diesen Dienst zuständig.
 
Maßnahmen:
1. Die Gemeindeteams erfassen die Daten der Personen, die in den jeweiligen Besuchsdiensten tätig sind und übermitteln die Daten an den Arbeitskreis Caritas.
2. Der Arbeitskreis Caritas beraumt 2018/2019 je einen Termin für Treffen der einzelnen Besuchsdienste (Geburtstage und Jubiläen, Krankenbesuche, Altenheimbesuche, Hospizdienst) an, die dem Austausch und der Fortbildung der Ehrenamtlichen dienen. Der AK Caritas erarbeitet ein entsprechendes Programm.
3. Der AK Caritas organisiert in Zusammenarbeit mit den Gemeindeteams eine „AuftaktVeranstaltung“ für den Besuchsdienst für Neuzugezogene, bei dem die Ehrenamtlichen die Infoflyer erhalten und auf ihren Dienst vorbereitet werden. (Herbst 2018)
4. Zu regelmäßigem Austausch, Reflexion und Fortbildung gibt es jährliche Treffen der einzelnen Besuchsdienstgruppen - (zuständig: AK Caritas)
 

Gottesdienstformen

Beschreibung des Themas:
In unserer Kirchengemeinde gibt es eine Vielfalt an gottesdienstlichen Angeboten. Viele Ehrenamtliche engagieren sich dabei in den unterschiedlichen Aufgaben und Diensten. Immer mehr wird uns klar: Diese liturgischen Feiern sind Teil der kirchlichen Traditionen, die wir wertschätzen. Wir stellen fest: Gegenwärtig suchen Menschen verstärkt neue Formen, in denen sie ihre Religiosität leben können und dürfen. Dieses Anliegen wollen wir ernst nehmen und neue gottesdienstliche Feiern und spirituelle Angebote entwickeln.
 
Ziele:
1. Wir wenden uns nach außen, gehen auf die Menschen zu, auch auf die nicht aktiven Gottesdienstbesucher, erfragen ihre Bedürfnisse, lassen uns inspirieren und probieren neue gottesdienstliche Feierformen und spirituelle Elemente, ggf. auch außerhalb der Kirchen und der kirchlichen Räume, aus – unter dem Stichwort: Gottesdienst im Hier und Jetzt
2. Wir entdecken als Kirchengemeinde Räume gottesdienstlichen Lebens, die traditionelles liturgisches Leben wertschätzt und ‚neuen‘ Formen einen Raum für das Wirken des Geistes Gottes frei macht.
3. In diesem Zusammenhang wird die ökumenische Zusammenarbeit weiter ausgebaut und ermöglicht.
 
Maßnahmen:
1. Der Liturgieausschuss versteht sich als Innovationsteam und analysiert bis Ende 2018 die Situation. Folgende Fragen sollen Hilfestellung geben: Wen erreichen wir? Welche Angebote werden gut, welche werden kaum angenommen?
2. Der Liturgieausschuss entwickelt eine Strategie für die Arbeitsweise. Wen wollen wir außerdem erreichen? Wie können wir das?
3. Es werden Freiräume für ein Ausprobieren ermöglicht und konkrete Ideen umgesetzt. Der Liturgieausschuss informiert die Gremien und gewährt ein Mitspracherecht.
4. Reflexion Ende des Kirchenjahres 2019.
 

Erstellung eines Gebäudenutzungskonzepts

Beschreibung des Themas:
In der Kirchengemeinde Bretten-Walzbachtal gibt es einen Gebäudebestand mit vielen unterschiedlichen Nutzungen. Immobilien wie Kirchen, Kapellen, Pfarrhäuser, Kindergärten, Gemeindehäuser, Mietwohnungen und das Altenpflegeheim St. Laurentius benötigen und binden finanzielle Mittel für den Betrieb und die Unterhaltung der Gebäudesubstanz. Aufgrund zukünftig zurückgehender finanzieller Mittel ist eine nachhaltige Gebäudebewirtschaftung unerlässlich. Unter nachhaltig verstehen wir eine Gebäudeplanung, welche der zukünftigen Nutzung angepasst sein sollte. Hierbei ist eine vorausschauende und langfristige Vorgehensweise geboten, welche auch umweltschonende Aspekte berücksichtigt. Attraktiv, optimiert und vor Ort orientiert sollte die Gebäudekonzeption sein. Eine rein wirtschaftlich ausgerichtete Gebäudeplanung sehen wir kritisch und einseitig. Die Erfassung des Gebäudebestands ist abgeschlossen, die Beauftragung eines externen Planungsbüros ist erfolgt.
 
Ziele:
1. Für alle Gebäude wird ein Nutzungskonzept erstellt. Hierbei sind in einem ersten Schritt die Pfarrzentren, Gemeinderäume und Versammlungsstätten einzubeziehen.
2. In einem zweiten Schritt sind die Pfarrhäuser mit zu betrachten, da die Gebäude oft baulich zusammenhängen und voneinander abhängig sind (z.B. zentrale Heizungsanlagen, Verbindungsräume, etc.).
3. In einem dritten Schritt sind die dazugehörigen Kirchen oder Kirchenräume zu betrachten. Auch hier sind die Gebäudeabhängigkeiten zu prüfen. Ob die einzelnen Schritte nacheinander und für sich separat betrachtet, abgehandelt werden können, wird sich im Zuge der Auswertung der Raumnutzungsanalysen und Bestandsdaten zeigen.
4. Die Finanzierung wird längerfristig gesichert.
5. Eine Stärkung der Einheit unter weitgehender Erhaltung der Vielfalt ist gewährleistet – in einzelnen Orten können auch Schwerpunktzentren entstehen.
6. Pfarrgemeinderat und Stiftungsrat und externe Entscheidungsträger der Erzdiözese Freiburg genehmigen das Gebäudenutzungskonzept.
 
Maßnahmen:
1. April 2018: Vorstellung des Verfahrens hin zum Gebäudenutzungskonzept durch externes Planungsbüro in einer Veranstaltung für alle Gremien (Gemeindeteams, Stiftungsrat, PGR, Immobilienausschuss) 8
2. bis Herbst 2018: Vorstellung der Gebäudebestandsermittlung durch Planungsbüro Link in einer Veranstaltung für alle Gremien, und Vorstellung von verschiedenen Vorschlägen/Konzeptvarianten.
3. bis Mitte 2019: Beratung in den einzelnen Gremien
4. bis Mitte 2019: In einer Gemeindeversammlung wird über das Vorhaben eines Gebäudenutzungskonzeptes informiert, diese Versammlung wird durch RAGE begleitet.
5. bis Ende 2019: Endfertigstellung des Gebäudenutzungskonzeptes unter Berücksichtigung von Vorschlägen aus den Gremien und der Gemeindeversammlung.
6. bis Anfang 2020: Interne Verabschiedung des Gebäudenutzungskonzeptes durch Stiftungsrat und PGR. Weiterleitung zur Genehmigung an das Ordinariat Freiburg.
7. bis Anfang 2020: Das fertiggestellte Gebäudenutzungskonzept wird im Gemeindebrief und in einer Veröffentlichung transparent gemacht.